Der Drache auf dem Feldweg
Jiří Hájíček
Jiří Hájíček
Jiří Hájíček gehört zu den bekanntesten Stimmen der tschechischen zeitgenössischen Literatur und wurde mehrfach für sein Werk ausgezeichnet. Der Drache auf dem Feldweg ist erneut in Südböhmen angesiedelt und erzählt die Geschichte eines Dorfs, in dem sich die tiefgreifenden Veränderungen Tschechiens nach Ende des kommunistischen Regimes spiegeln.
Die Musiklehrerin Kristýna kehrt nach Jahren in Prag in ihr Heimatdorf in der südböhmischen Provinz zurück. Mit fünfunddreißig versucht sie, die Fäden zu ihrer Familie wiederaufzunehmen. Mit Tomáš, der auf dem alten Hof seiner Familie lebt, verbindet sie eine lebenslange Bekanntschaft – und bald mehr als das. Doch nach und nach treten Spannungen auf – leise Unstimmigkeiten, die aus den Gegensätzen zwischen Stadt- und Landleben erwachsen. Plötzlich tauchen im Dorf schwarze Autos auf, aus denen junge Männer in Anzügen steigen und Geld für Anteile an den Höfen anbieten. Was wie ein verlockendes Angebot klingt, entpuppt sich als Angriff. Und Tomáš begreift, dass ihm eine weit größere Krise bevorsteht als seine persönliche.
Jiří Hájíček thematisiert in seinem Romanen das Spannungsverhältnis zwischen Land und Stadt, zwischen Herkunft, Tradition und Heimat auf einer einen und Ökonomie, Entwurzelung und Macht auf der anderen Seite. Ein Dorfleben verändert sich, doch die Menschen bleiben mit ihren Ängsten und Sehnsüchten zurück – und mit ihren Hoffnungen verhaftet.
Erscheint am 15. September 2026 im Karl Rauch Verlag.
Jiří Hájíček, 1974 in Budweis (České Budějovice) geboren, gehört zu den herausragenden tschechischen Autoren unserer Zeit. Mit seinen Romanen, die alle in der südböhmischen Landschaft angesiedelt sind, hat er bereits zweimal den Magnesia Litera erhalten, Tschechiens höchsten Literaturpreis.
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