Der halbe Mond

Kati Naumann

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Was bedeutet Heimat, wenn man sie unfreiwillig verlassen muss? Wie hält man die Erinnerung lebendig? Und welche Verbundenheit gibt es mit der eigenen   Fa­mi­lie, wenn man sie nicht kennt? Bestsellerautorin Kati Naumann verwebt in ihrem neuen Mehrgenerationenroman Der halbe Mond große individuelle Lebensthemen mit dem Schick­sal der vertriebenen Sudetendeutschen und einem Stück Industriegeschichte, der Teppichherstellung.

Über das Buch

Dina wird demnächst sechzig. Ihre Ehe ist ein­ver­nehm­lich geschieden, der Sohn ist ausgezogen – ei­gent­lich könn­te nun eine neue Freiheit beginnen. Doch stattdessen kümmert sich Dina neben ihrer Arbeit als Coloristin bei den Halbmond-Teppichwerken um ihren gebrechlichen Vater Benno. Benno war früher Handlungsreisender für die Werke und reiste bis in den Orient, nach Beirut und Bagdad. Stets wusste er die besten Geschichten zu erzählen – nur nicht seine eigene. Nie hat Dina etwas über die Vergangenheit seiner Eltern erfahren, über seine böhmische Kindheit oder von seiner erzwungenen Flucht als Sudetendeutscher nach dem Krieg. Als Dina ihm das Bild eines besonderen Teppichs zeigt, reagiert Benno anders als erwartet. Geleitet von der Hoffnung, ihrem Vater nach all den Jahren doch noch näherzukommen, begibt sich Dina auf eine Spurensuche, die sie weit in die sinnliche Welt der Teppiche, in die zeitlose Erfahrung von Verlust und Wiederkehr und in ihre vogtländische Heimat führt.

Kati Naumanns historische Romane sind bekannt für ihre einfühlsamen, lebensnahen und fundiert recherchierten Porträts von wenig beachteten Regionen, vergangenen Traditionen und Aspekten der deutschen Alltagsgeschichte. Auch für Der halbe Mond bilden zahlreiche Gespräche der Autorin mit Zeitzeugen im Vogtland die Basis, ergänzt durch umfassende Recherchen, unter anderem in Archiven und Museen.

Erscheint am 18. Januar 2027 bei HarperCollins.

Über die Autorin

Kati Naumann wurde 1963 in Leipzig geboren und verbrachte einen Teil ihrer Kindheit im Thüringer Wald. Die studierte Museologin schrieb bereits mehrere Romane, für die sie intensive Recherchearbeit betreibt, sowie Songtexte für verschiedene Künstler und das Libretto zu dem Musical Elixier (Musik von Tobias Künzel). Sie verfasste Dreh­bücher für Kindersendungen und entwickelte mehrere Hörspiel- und Buchreihen für Kinder (u.a. Die kleine Schnecke Monika Häuschen). Kati Naumann lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Leipzig.

Weitere Informationen: https://www.katinaumann.de/

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